Regulatorischer Hintergrund
Das deutsche Bankensystem unterliegt einer mehrstufigen Aufsichtsstruktur. Die Bundesbank kümmert sich um die Geldpolitik und die Aufsicht über Banken im Rahmen des einheitlichen Aufsichtsmechanismus (SSM) der Eurozone. Die BaFin reguliert Finanzdienstleistungen, verhindert Marktmissbrauch und schützt Verbraucher.
Seit der Finanzkrise 2008 wurden die Regulierungsstandards erheblich verschärft. Basel III, die Capital Requirements Directive (CRD) und Verordnung (CRR) etablieren strenge Kapitalanforderungen. Stresstests und Liquiditätsnormen helfen, Banken widerstandsfähig gegen Schocks zu machen. Systemisch wichtige Banken unterliegen zusätzlicher Überwachung.
Die Deutsche Bundesbank überwacht nicht nur Kreditrisiken, sondern auch Marktrisiken, Operationalrisiken und systemische Abhängigkeiten. Der Fokus liegt auf Früherkennung von Stabilitätsrisiken und präventiven Maßnahmen. Dies ist entscheidend für die Vertrauenswürdigkeit des deutschen Finanzsystems.